Brasilien – Argentinien: Der Grosse Süd Amerika Klassiker
Im internationalen Fussball gibt es bekannterweise viele Rivalitäten. Jedoch reichen nur wenige der Leidenschaft und Intensität der Brasilien-Argentinien-Rivalität das Wasser. Wenn die Nationalmannschaften dieser zwei Länder aufeinandertreffen, steht im wahrsten Sinne des Wortes alles auf dem Spiel.
Letztes Spiel
(06/09/09, World Cup Qualification CONMEBOL) 1 : 3
J. Dátolo 65' |
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Â. da Silva 23' L. Fabiano Clemente 30' L. Fabiano Clemente 68' |
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Zur Zeit gibt es kein weiteres Spiel. |
Brazil Fakten
| Gründungjahr: | 1914 |
| Aktueller Trainer: | DUNGA |
Top Brazil Spieler
Argentina Fakten
| Gründungjahr: | 1894 |
| Aktueller Trainer: | Diego Armando Maradona |
Top Argentina Spieler
Zusammenfassung der Rivalität zwischem Brazil und Argentina - Geschichte & Höhepunkte
Es ist ein wahrhafter Bruderkampf, den die beiden Mannschaften haben einiges gemeinsam: Sie sind beide südamerikanische Teams, was sich auch in der Spielweise zeigt. Die Spieler kennen die Tricks der jeweils anderen Mannschaft sehr genau, und stellen sich darauf ein. Die Fans lieben nichts mehr, als dass ihr Land gewinnt und das andere Land verliert. Und sie hassen nichts mehr, als wenn es genau umgekehrt ist. Die Argentinien-Brasilien-Rivalität began 1914, als die beiden zum ersten Mal aufeinandertrafen. Seit dem gab es mehr als 90 solcher Konfrontationen. Im direkten Vergleich ist die Kluft sehr klein: Brasilien hat 35 Mal gewonnen, während Argentinien mit 34 Siegen nur eine Nasenlänge dahinter ist. Im internationalen Vergleich sieht es nicht so eng aus: Brasilien hat die Weltmeisterschaft fünf Mal gewonnen, während Argentinien es auf nur zwei Titel brachte. Bei der U20-Weltmeisterschaft hingegen führt Argentinien mit sechs Titeln (Brasilien hat vier). Und beim Copa America liegt Argentinien mit 14 Titeln vor Brasilien, das nur 8 hat. Lediglich beim Confederations Cup herrscht Gleichstand: Beide haben ihn je zweimal gewonnen.Brasiliens Archillesferse bei dieser Rivalität sind die olympischen Spiele: Dabei handelt es sich wohl um den einzigen Fussballwettbewerb, den Brasilien nie gewonnen hat. Argentinien jedoch holte sich bereits zweimal olympisches Gold, 2004 in Athen und 2008 in Beijung, als sie ihren Titel verteidigten. Der Gegner in Beijing war niemand anderes als Brasilien, das 3:0 gegen den Erzrivalen verlor. Das nahmen die Fans der Mannschaft so übel, dass sie um eine Haaresbreite Einreiseverbot in Brasilien hatte.Zweimal kam es vor, dass Spieler das Spiel vorzeitig verliessen: 1937 trafen die beiden in Buenos Aires in aufgehetzter Atmosphäre aufeinander. Die brasilianischen Spieler waren so um ihre körperliche Sicherheit besorgt, dass sie das Spiel vor Abpfiff verliessen. Die brasilianischen Medien haben dieses Spiel später "jogo da vergonha" (Spiel der Schande) genannt. Zwei Jahre später trafen die beiden in Rio aufeinander. Als der Schiedsrichter ein Elfmeter für Brasilien gab, waren die argentinischen Spieler so aufgebracht, dass sie das Spielfeld verließen. Der Elfmeter wurde vor leerem Tor vollzogen.Das brutalste Ereignis dieser Rivalität war ein Aufeinandertreffen der beiden Teams bei einem Spiel der südamerikanischen Liga 1946. Dabei brachte Jair Rosa Pinto (Brasilien) Jose Salomon zu Fall, was in einer Rauferei der Teams ausartete. Beide Mannschaften verlaßen das Spielfeld zunächst, kamen dann aber zurück. Zwar gewann Argentinien das Spiel 2:0. Für Jose Salomon jedoch bedeutete es das Ende seiner professionellen Karriere: Er spielte nie wieder Profi-Fussball. Dieses Ereignis vergiftete die Beziehungen der beiden Nationalmannschaften so stark, dass sie sich 10 Jahre lang weigerten, je wieder gegeneinander anzutreten. Glücklicherweise beruhigten sich danach die Gemüter – und seit dem ist es eine rein sportliche Auseinandersetzung, die nie wieder so häßliche Formen wie 1946 angenommen hat. Bei der 1990-Weltmeisterschaft (die in Italien stattfand) traf Argentinien in der KO-Runde auf Brasilien. Das Spiel wird oft als “Heiliges-Wasser-Spiel” bezeichnet, da Branco (Brasilien) meinte, er hätte eine Flasche mit Alkohol versetzten Wassers vor dem Spiel bekommen, das seine Leistungsfähigkeit negative beeinflußte. Das Spielergebnis war 1:0 für Argentinien, die damit Brasilien aus dem Rennen geschlagen hatten. 1995 trafen die beiden im Copa America aufeinander. Tulio Costa (Brasilien) erzielte das Ausgleichstor mit der Hilfe seines Armes. Der Schiedsrichter jedoch ließ Costas Tor stehen. So endete das Spiel, das den Spitznamen‘Hand des Teufels’ erhielt, im Elfmeterschießen. (Diego Maradonnas Version dieser Taktik hingegen ging als “Hand Gottes” in die Geschichte ein)Zwei Spieler haben diese Rivalität mehr als alle anderen dominiert: Pele (Brasilien) und Maradona (Argentinien). Beide (und ihre jeweiligen Fans) streiten sich seit Jahrzehnten um die Titel “bester südamerikanischer Fussballer aller Zeiten” und “bester Fussballer aller Zeiten”. Da sie zu unterschiedlichen Zeiten gespielt haben –Pele ist 20 Jahre älter als Maradona- handelt es sich hierbei um eine Frage, die wohl niemand so genau beantworten kann. Maradona bekam im Jahre 2000 jedenfalls den “Spieler des Jahrhunderts”- Preis von der FIFA, dessen Gewinner per Internet Umfrage ermittelt wurde. Nach dieser Wahl überreichte die FIFA –wohl aus Fairnessgründen- auch Pele einen Preis, über den sich viele Argentinier aufregten.
Maradona hat trotz Preisgewinns der FIFA oft vorgeworfen, Pele viel zu nah zu stehen. Pele wiederum hat sich wiederholt über das Affentheater, das Maradona oft veranstaltet, beschwert. Man sollte diese Rivalität jedoch nicht ganz für bare Münze nehmen, denn vieles wird nur für die Kameras dargestellt.Im allgemeinen haben die Massenmedien die Brasilien-Argentinien-Rivalität schnell aufgegriffen: So gab es beispielsweise eine Werbung für ein brasilianisches Erfrischungsgetränk namens Guaraná Antarctica, bei der man Maradona in Trikot der brasilianischen Nationalmannschaft neben Kaka und Ronaldo (brasilianische Nationalspieler) stehen sieht. Er singt mit ihnen und dem Rest des Teams die brasilianische Nationalmannschaft. Dann wacht er auf: es war nur ein Albtraum gewesen. Maradona trägt im Bett das Trikot der argentinischen Nationalmannschaft – neben seinem Bett sind ein paar leere Guaraná Antarctica – Dosen. Diese Werbung, die auch einen humorvolleren Umgang mit der einst so bitteren Rivalität suggestiert, hat viele Preise gewonnen.Ein weiteres Phänomen der Rivalität ist es, dass sie sich inzwischen auch auf Städtemannschaften ausgeweitet hat. So sind Aufeinandertreffen von Mannschaften einer brasilianischen gegen eine argentinische Stadt oft geladen. Hierbei haben argentinische Städte die Oberhand: Beim Copas Libertadores führen sie 21:13 an Titeln gegen brasilianische Teams, und beim Copa Sudamerican immerhin noch 14:12.Während die Städterivalität den Konkurrenzkampf ausgeweitet hat, ist er durch den Transfer von brasilianischen Spielern ins Ausland (vor allem zu europäischen und asiatischen Teams) deutlich geschwächt worden. Argentinische Spieler hingegen fühlen sich zuhause am wohlsten.So oder so gibt es bei der Brasilien-Argentinien-Rivalität nur zwei Prinzipien: Unser Team muss gewinnen, und das andere Team muss verlieren.
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2010 South Africa